Kuratierter Content von einem (menschlichen) Redaktionsteam wird zunehmend wiederentdeckt – vor allem von jenen, die sich zukünftig selbst als Medien(häuser) wahrnehmen möchten. Rein auf Algorithmen basierendes Kuratieren von News und Inhalten generell stößt alsbald an seine Grenzen. Im Vorteil ist, wer zusätzlich über ein Team verfügt, das auswählt, zusammenstellt, editiert und ergänzt.
Form Follows Function – Der Leser will Lesbarkeit!
Wie so oft im (Medien)Leben sind die gehaltvollsten Erkenntnisse die scheinbar einfachsten – und keineswegs revolutionär. Diese zu beherzigen fällt offenbar dennoch schwer. Nun hat sich herausgestellt: Leser digitaler Magazine wollen vor allem eines – gute Lesbarkeit.
Na, Heureka! Wer hätte das gedacht? Doch wahr ist auch: danach wurde lange gar nicht gefragt.
Krisen-PR als Antwort auf die PR-Krise? Das Geld liegt im Dreck.
Bis vor wenigen Jahren sind neue PR-Agenturen regelrecht aus dem Boden geschossen. Die Goldgräberstimmung ist aber seit längerem vorbei: gesättigter Markt, kriselnde Konjunktur sowie reduzierte und hart am für Auftragnehmer gerade noch Möglichen (oder darunter) kalkulierte Etats sorgten für beinharten Verdrängungswettbewerb. Überdies vertrocknen die am Markt frei verfügbaren liquiden Mittel nahezu. Viele Wettbewerber sind in eine veritable Krise gerutscht. Zynische Konsequenz aus dieser Entwicklung: ist Krisen-PR die Rettung aus der PR-Krise?
Jakob Steinschaden geht mit TrendingTopics.at an den Start!
Jung und trotzdem bereits einer der etabliertesten Digital-Journalisten in Österreich – Jakob Steinschaden startet mit 3. August nun sein eigenes Start-Up TrendigTopics.at. Dabei soll es sich um „Twitter für die Digitalbranche“ handeln, wie er im Interview mit helden-von-heute.at verrät. Doch er hat noch mehr zu sagen.
SZ-Digitalchef Stefan Plöchinger im Horizont Interview – von MediaPunk.org kommentiert!
Häh, ein kommentiertes Interview?! Ja.
Ich bin heute über das Horizont-Interview mit Stefan Plöchinger, SZ-Digitalchef, gestolpert und habe es mit großem Interesse gelesen. Mit so großem, dass ich es hier kommentiert wiedergeben möchte. Warum auch nicht?
- Erstens: Es ist mein Blog und da kann ich ohnehin machen, was ich will und
- Zweitens: Das Interview schneidet fast schon sagenhaft viele Themen an, die sich bereits jetzt auch auf MediaPunk.org finden, sodass es mich wohlig schaudert.
Wie sich schon im ersten Absatz zeigt:
Twitter tritt mit „Twitter Moments“ als News-Kurator in Erscheinung
But the challenge we’ve had over the years is, although we have the world’s greatest content, it’s like having a television without a channel guide or even a remote control.
Kevin Weil, Produktchef Twitter zu Twitter Moments
Die angeblich bald aus dem „Project Lighting“ hervorgehenden „Twitter Moments“ sollen das ändern. Twitter kuratiert in Zukunft News – mit einem Redaktionsteam.
Das Red Bull Media House – Storytelling in hohen Dosen
Heute widme ich mich einer kurzen Vorstellung und Analyse eines der wohl spannendsten neuen Medienprojekte der Gegenwart. Das Red Bull Media House als oft zitiertes Paradebeispiel für Branding schlechthin. Storytelling macht die an sich austauschbare Brause zu einem Unikum. Owned Media ist key. Das macht das im „Red Bull-Imperium“ eingebettete Medienunternehmen zu einem überaus spannenden … Read more
Vom IoT zum Internet of Life (IoL)? Wenn der Unterschied zwischen Virus und Computer-Virus verschwimmt
Sehen wir eine Entwicklung vom Internet der Dinge zum Internet des Subjekts, dem Internet of Life? Nicht nur Kühlschrank und Fensterläden sind mit Permanent-Access versehen. Auch der Körper des Menschen geht online. Also besser keinen Virus einfangen!
Wie Medien zerfließen in Apple, Facebook und Google, ohne zu verschwinden
Marshall McLuhans wohl meistzitierte Aussage lautet “The Medium ist the Message”. Er hat darauf hingewiesen, dass die Kanäle der Informationsübertragung wichtiger sind, als die Inhalte selbst. Dem würde ich nicht vorbehaltlos zustimmen, ganz falsch ist es aber nicht. Zwar halte ich den Inhalt für das Zentrale, was bringt es aber, wenn dieser niemanden erreicht? Und: was kann man dagegen tun? Die Medien zerfließen in neuen Plattformen.
Instagram im Unternehmenseinsatz? Vorab ein Selbstversuch
Auf welchen Plattformen muss man als Unternehmen vertreten sein? Eine allgegenwärtige Frage. An manchen kommt man nicht vorbei (Facebook), andere müssen wohl einfach zu Identität und Story des Unternehmens passen. Es ist also immer ein Abwiegen. Wie sieht’s mit Instagram aus? Eine Frage, auf die mir die Antwort fehlt – noch.
@Pontifex_de: den digitalen Teufel austreiben!
Im Jahr 2015 hat sich also auch der Papst zu digitalen Medien zu Wort gemeldet. „Das kann ja heiter werden“, habe ich mir gedacht. Wurde es auch. Ziel des Pontifex: den digitalen Teufel austreiben.
Content-Unbundling bei Medien
„Content is King“ hat Bill Gates ein Essay 1996 betitelt. Doch der König vermochte sich lange Zeit nicht so recht durchzusetzen. Online-Werbung, Zusatzangebote, nicht funktionierende Paywalls – all das sind bekannte Begleiterscheinung des (digitalen) Journalismus. Nur: der Content selbst – das eigentliche Premiumprodukt – ließ sich kaum zu Geld machen. Nun klopfen aber neue Entwicklungen Gates‘ Bonmot erneut auf dessen Gehalt ab. Spätestens seit Google, Facebook und Apple den Ring betreten haben, ist die Branche zwischen Spannung und Furcht hin- und hergerissen. Erleben wir den wahren Beginn des Paid Content? Und wenn ja, wer überlebt ihn? Was bedeutet Content-Unbundling für den Markt?