Warum ein Corporate Blog?

Der Corporate Blog ist ein bisschen aus der Mode, gleichzeitig aber nicht totzukriegen und teils sogar wieder im Aufwind. Ein bisschen wie Podcasts. Dafür gibt es gute, sehr handfeste Gründe. Warum ein Corporate Blog eine sehr sinnvolle Sache ist, erkläre ich in diesem Beitrag. Und, nein: Ein Blog ist nicht (nur) ein Image-Tool. Das vielleicht sogar am wenigsten.

Corporate Blog als ultimativer Owned Channel

Der Corporate Blog eines Unternehmens ist dessen ultimativer digitaler Owned Channel. Die komplette Hoheit über Inhalt, Gestaltung, Frequenz etc. liegt beim Unternehmen selbst. Das allein erzeugt noch keine Relevanz, schafft aber enormes Potenzial. Jedes Unternehmen ist gut beraten, diese Content-Hoheit zu schätzen und für sich zu nutzen zu wissen.

Der Coporate Blog als Content Hub

Diese Freiheit in der Ausgestaltung macht den Corporate Blog zum idealen Content-Verteilzentrum. Für jegliche relevanten Inhalte kann der Blog der richtige Ort sein – zumal diese oft sonst nirgends reinpassen. Der Blog ist flexibel genug, für jeglichen unternehmerischen Anlass die passende Content-Plattform zu sein. Daraus erwächst eine in sich vernetzte Halde an relevanten Inhalten, die im Idealfall in andere Kanäle ausstrahlt. Denn: Dieser Content Hub dient wiederum als dankbare Quelle, aus der sich Social Media-Inhalte speisen können bzw. können Postings die Zielgruppe wieder von Fremdplattformen auf den Owned Channel “Blog” führen.

Der Corporate Blog als SEO-Powerhouse

Die Eigenschaft als in sich vernetzter Content Hub hat zudem einen ganz wesentlichen Neben- oder, vielleicht eher, Haupteffekt. Der Blog sorgt für eine starke, intuitive und organisch wachsende Linkstruktur – intern, wie extern. Das sieht nicht nur Google äußerst gerne und belohnt es mit Relevanz und Sichtbarkeit. Auch die Nutzer werden sich intuitiv häufiger auf dem Corporate Blog – also nochmal: den ultimativen Owned Channel – finden, dort mehr unmittelbaren Corporate Content konsumieren und sich freiwillig länger dem inhaltlichen Unternehmensumfeld aussetzen.

Nur kurz erwähne ich das unvermeidliche Argument der Vollständigkeit halber: Ja, der Corporate Blog ist natürlich ein Image- und Branding Tool. Selbstverständlich ist er das. Aber er ist noch soviel mehr, ganz praktisch gesehen. Deshalb möchte ich diese fast tautologische Erkenntnis hier nicht noch mehr strapazieren. Das lest ihr ohnehin jedem anderen Marketing-/SEO/PR-Blog.

Stattdessen eine Sache noch, die Owned Channel, Content Hub und SEO-Powerhouse weiter- und zusammendenkt:

Der Content Hub als “Landing Page Aggregator”

Als mir dieser Begriff eingefallen ist, war das eine kleine Epiphanie für mich. Der Blog gibt die Möglichkeit, eine Vielzahl von Landing Pages zu schaffen und sich als Unternehmen damit ideal in den relevanten “Search Engine Result Pages” (SERPs) zu platzieren – insbesondere im Long Tail! Damit lassen sich also gezielt Relevanz und Sichtbarkeit – noch besser: relevante Sichtbarkeit! – erzeugen und der Weg der Zielgruppe zur Conversion extrem verkürzen.

Dem von einem potenziellen Kunden eingegebenen Search Intent ist per se eine gewisse, oft hohe, Relevanz zuzuschreiben. Schlichtweg, weil er ganz offensichtlich Interesse an dem Ergebnis hat, kann dies als für ihn relevant angenommen werden. Noch mehr gilt das wohl für spezifische und Long-Tail-Suchen. Diese haben den vermeintlichen Nachteil, dass das Suchvolumen geringer ist. Gleichzeitig haben sie aber den Vorteil, dass die Suche potenziell spezifischer ergo relevanter ist und man sich die Beschäftigung mit viel irrelevantem “Rauschen” erspart.

Wenn ich es also nun schaffe, bei einer derartigen, für mich als Unternehmen relevanten, Suche präsent zu sein, ist das Conversion-Potenzial erheblich größer, verglichen damit, wenn ich mit der sprichwörtlichen Gießkanne agiere.

Das alles manifestiert sich in einem guten Corporate Blog.

Die Leute wollen Relevanz und sind bereit, diese zu belohnen

Also, wie kann man pragmatisch an die Sache herangehen?

Man identifiziert für das Unternehmen relevante Search Intents (das heißt: man kann in dem Bereich auch etwas bieten), die ein attraktives Profil aus Suchanfragen und Konkurrenz aufweisen. Und dann schreibt man dafür einen guten Blogbeitrag. Das ist keine Rocket Science. Hat man das mit ein paar weiteren identifizierten Search Intents wiederholt, die Blogbeiträge sinnvoll untereinander verknüpft, an passender Stelle z.B. Produktseiten verlinkt und die Bloginhalte als Futter für die eigenen Social Media-Kanäle benutzt, ist ein solider Grundstein für den eigenen Corporate Blog als Landing Page Aggregator gelegt. Make the Magic happen!

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