Interdisziplinarität war mir immer ein großes Anliegen. Ich bin der Überzeugung, dass Interdisziplinarität zu einem Mehr an Erkenntnis führt und der Blick über den Tellerrand diese auch besser macht. Vielleicht sind Medien daher so spannend. Eine Schnittmenge aus Kultur, Technologie, Soziologie und Wirtschaft – das kann schon faszinieren. Das Schwierige bei der Interdisziplinarität: Sie zwingt, sich zu überwinden und seine Comfort Zone zu verlassen. Immer wieder auf’s Neue. Ich hab’s kürzlich zweimal zu Stande gebracht. Von einem Mal möchte ich hier kurz erzählen: MediaPunk auf einem Poetry Slam!
Allgemein
Social Media ist keine Kommunikationsdisziplin!
Ich war vor kurzem wieder in Berlin. Der Facebook-Auftritt der BVG hat hat mich schon seit längerem als eine Art Best Practice fasziniert. Beim Warten auf meine Tram an der Station Naturkundemuseum haben sich dann lose, schon länger vorhandene Denkfäden zu einer stringenten Erkenntnis zusammengesponnen. Die BVG hat offensichtlich eines verstanden: Social Media ist mehr als Digital Media, 2.0 oder Multichannel ist. Es ist auch kein spezielles Skill-Set und keine Disziplin. Aber was ist Social Media dann?
360°-Aufnahmen – Brückenkopf zu Virtual Reality
Lange und viel wurde schon über Virtual Reality gesprochen. Nun scheint die Dynamik dieser Entwicklung anzuziehen – auch durch Sportübetragungen. Youtube ermöglicht 360°-Videos, Facebook die Anzeige von Panorama- und 360°-Aufnahmen und Hardware wird erschwinglich. Plus: Auf Rom-Tour mit der LG 360 Cam.
Neue Technologien als mediale Demokratisierung von Events
Warum „live“ weder live ist und die Realität bei der EURO 2016 einer manipulativen Marketinginszenierung geopfert wurde – Antworten darauf, und auf die Frage, warum gerade der Facebook-Livestream regulierend eingreifen kann, gibt’s im aktuellen Blogbeitrag zu Medien und Demokratisierung.
Ich schau den Superbowl auf Facebook!
Der Facebook-Stream als Digital Asset?
Zu Ostern war Zeit für Familienbesuch. Auf dem Weg ins Rurale hat meine Schwester nach meinen Erfahrungen mit Blendle und read.it gefragt. Ich habe ihr in etwa entsprechend der auch auf diesem Blog zu findenden Beiträge geantwortet. Recht schnell war besprochen, was cool und was weniger toll an den beiden bzw. ähnlichen Lösungen ist. Doch im Wesentlichen inspirierend und erschreckend zugleich war die darauffolgende Frage meiner Schwester: „…und wie kommst du auf die Artikel, die du interessant oder relevant findest?“ Meine Antwort: „Facebook.“ Im Facebook-Stream, genauer gesagt. Kann der eigene Stream ein Digital Asset sein?
Was ist Content Marketing – eine Definition
In unregelmäßigen, aber immer kürzer werdenden Abständen habe ich seit etwa zwei Jahren Leute am Telefon, die mir erzählen, dass Content Marketing the next big thing ist. Wenn ich dann um eine Definition von des Buzzwords bitte, sind manche bereits hier überfragt. Bei den anderen divergieren die Antworten inhaltlich enorm. Das ist schade, denn ich … Weiterlesen
Ein Aufgeilen an Like-Zahlen wird schwieriger – dank Facebook Reactions
Der Dislike-Button wurde oft gewünscht – Die Facebook Reactions sind’s geworden. Die Möglichkeit, das Gefallen an einem Beitrag kund zu tun, wurde nun um die sogenannten „Reactions“ Love, Haha, Wow, Traurig und Wütend ergänzt. Das mit einem Klick artikulierbare Spektrum erweitert sich also schlagartig. Dieser Entwicklung muss nun aber noch die Statistik (eher nicht) oder das Mindset der (Statistik-)Nutzer (eher schon) folgen.
„Parasitärer Vertrieb“ als Geschäftsmodell
Das neue Angebot uebermedien.de greift den Diskurs um Niveau und Rechtfertigung der Medien auf (Stichwort „Lügenpresse“) und erhebt ihn zum Modell für die eigene Plattform. Der Vertrieb des eigenen Contents erfolgt über Fremdstrukturen. Parasitärer Vertrieb: Ein Szenario für neue, schlanke Medienprodukte ohne etablierte Vertriebsstrukturen?
Was wir von Deichkind lernen können
Heute spielt Deichkind in Wien. Was das mit der Entwicklung der Medienwelt zu tun hat? Viel! Das Kollektiv identifiziert und setzt Themen – und das traditionell durch Disruption: „Wir wollten das ganze Ding gegen die Wand fahren. Aber die Wand war nicht stabil genug.“ Was übrig bleibt, ist Erfolg dort, wo andere zu Grunde gehen.
Deichkind auf ihre Musik zu reduzieren, ist stark verkürzend. Klar ist es legitim, einfach die Songs gut (oder auch nicht) zu finden und sich nicht weiter damit zu beschäftigen. Eine genauere Auseinandersetzung mit dem Kollektiv, bei dem nicht mal so klar ist, ob es jetzt aus 3, 10 oder 50 Personen besteht, ist aber äußerst lohnend! Insbesondere Akteuren im teils arg gebeutelten Mediengeschäft, denen die Entwicklungen nur so um die Ohren rauschen, sei dies besonders ans Herz gelegt!
read.it-App will Spotify für Magazine sein
Kann das gelingen? Nun ja, so nicht. Die Ansage des Blendle-Konkurrenten read.it lautet: Über 200 Titel und 85 Prozent des heimischen Medienmarktes stehen dem österreichischen Nutzer zur Verfügung. Werbefinanziert als Gratisversion oder ab 9,99 Euro monatlich als Premium-Produkt. Das große Problem liegt jedoch ganz wo anders.
Wie sich Medienunternehmen selbst sehen – auf Facebook
Nach gefühlten Ewigkeiten habe ich es wiedermal geschafft, einen Blogartikel zu fabrizieren. Dazu habe ich mir ein paar Medienunternehmen sowie neue Wettbewerber auf Facebook angesehen, weil ich wissen wollte, wie diese sich in ihren offiziellen Auftritten eigentlich selbst kategorisieren. Das Ergebnis ist durchaus interessant!