Mit Blogs verhält es sich – wie mit vielen Bereichen der Kultur – so, wie es Jeremy Rifkin im Jahr 2000 vorausgesehen hat. Die nächste Entwicklungsstufe des Kapitalismus kennzeichnet eine Durchkommerzialisierung des kulturellen Sektors. In der Kommunikation wird dies etwa am Begriff “Content” deutlich. Diese Meta-These lässt sich überraschend einfach auf Blogs und Influencer Relations herunterbrechen.
Analyse
YouTube – die zweitgrößte Suchmaschine der Welt
Ende April verschlug es mich anlässlich eines Vortrags ins Hamburger Headquarter von Google Deutschland (mehr zum Google Office selbst gibt’s übrigens hier). Im Vortrag ging es vor allem um AdWords. Darunter viel Bekanntes, manch neuer Kniff und bessere Analyseansätze. So weit, so gut. Das war schon mal die Reise wert. Ein scheinbar beiläufiger Nebensatz mit … Weiterlesen
VR – das kann ins Auge gehen: Warum Brillenträger intelligenter wirken
Sollte die Augenärzte-Lobby aus Sorge um ihr zukünftiges Geschäft eine Kampagne lancieren, sie wäre mit VR für alle gut beraten. Diese Sorge ist aber überhaupt nicht angebracht. Die Patienten rekrutieren sich selbst. Was aber hat all das mit disruptiven Medien zu tun? Auf kurze Sicht wenig – wobei, bei genauerem Hinsehen gerade da sehr viel.
Die, communication workshop, die! Oder: Wie man wirklich lernt, Kommunikation zu verstehen
Vorweg genommen, die Antwort ist einfach: Lesen! Weniger gute Antwort: ein Communication Workshop.
Viele meiner Zunft (grob gesprochen also alle jener „Irgendwas mit Medien“-Menschen) haben häufig das Problem: Ihre Kompetenz wird als Allerwelts-Kulturtechnik angesehen. Ich in diesem Zusammenhang bewusst von einer Zunft. Gute Kommunikation hat viel mit sich anzueignendem, „handwerklichem“ Geschick und Wissen im Umgang mit der Materie „Sprache“ gemein.
Get out of your Comfort Zone! MediaPunk am Poetry Slam
Interdisziplinarität war mir immer ein großes Anliegen. Ich bin der Überzeugung, dass Interdisziplinarität zu einem Mehr an Erkenntnis führt und der Blick über den Tellerrand diese auch besser macht. Vielleicht sind Medien daher so spannend. Eine Schnittmenge aus Kultur, Technologie, Soziologie und Wirtschaft – das kann schon faszinieren. Das Schwierige bei der Interdisziplinarität: Sie zwingt, sich zu überwinden und seine Comfort Zone zu verlassen. Immer wieder auf’s Neue. Ich hab’s kürzlich zweimal zu Stande gebracht. Von einem Mal möchte ich hier kurz erzählen: MediaPunk auf einem Poetry Slam!
Social Media ist keine Kommunikationsdisziplin!
Ich war vor kurzem wieder in Berlin. Der Facebook-Auftritt der BVG hat hat mich schon seit längerem als eine Art Best Practice fasziniert. Beim Warten auf meine Tram an der Station Naturkundemuseum haben sich dann lose, schon länger vorhandene Denkfäden zu einer stringenten Erkenntnis zusammengesponnen. Die BVG hat offensichtlich eines verstanden: Social Media ist mehr als Digital Media, 2.0 oder Multichannel ist. Es ist auch kein spezielles Skill-Set und keine Disziplin. Aber was ist Social Media dann?
Neue Technologien als mediale Demokratisierung von Events
Warum „live“ weder live ist und die Realität bei der EURO 2016 einer manipulativen Marketinginszenierung geopfert wurde – Antworten darauf, und auf die Frage, warum gerade der Facebook-Livestream regulierend eingreifen kann, gibt’s im aktuellen Blogbeitrag zu Medien und Demokratisierung.
Ich schau den Superbowl auf Facebook!
Der Facebook-Stream als Digital Asset?
Zu Ostern war Zeit für Familienbesuch. Auf dem Weg ins Rurale hat meine Schwester nach meinen Erfahrungen mit Blendle und read.it gefragt. Ich habe ihr in etwa entsprechend der auch auf diesem Blog zu findenden Beiträge geantwortet. Recht schnell war besprochen, was cool und was weniger toll an den beiden bzw. ähnlichen Lösungen ist. Doch im Wesentlichen inspirierend und erschreckend zugleich war die darauffolgende Frage meiner Schwester: „…und wie kommst du auf die Artikel, die du interessant oder relevant findest?“ Meine Antwort: „Facebook.“ Im Facebook-Stream, genauer gesagt. Kann der eigene Stream ein Digital Asset sein?
Was ist Content Marketing – eine Definition
In unregelmäßigen, aber immer kürzer werdenden Abständen habe ich seit etwa zwei Jahren Leute am Telefon, die mir erzählen, dass Content Marketing the next big thing ist. Wenn ich dann um eine Definition von des Buzzwords bitte, sind manche bereits hier überfragt. Bei den anderen divergieren die Antworten inhaltlich enorm. Das ist schade, denn ich … Weiterlesen
Ein Aufgeilen an Like-Zahlen wird schwieriger – dank Facebook Reactions
Der Dislike-Button wurde oft gewünscht – Die Facebook Reactions sind’s geworden. Die Möglichkeit, das Gefallen an einem Beitrag kund zu tun, wurde nun um die sogenannten „Reactions“ Love, Haha, Wow, Traurig und Wütend ergänzt. Das mit einem Klick artikulierbare Spektrum erweitert sich also schlagartig. Dieser Entwicklung muss nun aber noch die Statistik (eher nicht) oder das Mindset der (Statistik-)Nutzer (eher schon) folgen.
„Parasitärer Vertrieb“ als Geschäftsmodell
Das neue Angebot uebermedien.de greift den Diskurs um Niveau und Rechtfertigung der Medien auf (Stichwort „Lügenpresse“) und erhebt ihn zum Modell für die eigene Plattform. Der Vertrieb des eigenen Contents erfolgt über Fremdstrukturen. Parasitärer Vertrieb: Ein Szenario für neue, schlanke Medienprodukte ohne etablierte Vertriebsstrukturen?